Wasserstraßen sind komplexe Gewässersysteme. Die Bundes­anstalt für Gewässerkunde (BfG), angesiedelt im Geschäfts­bereich des Bundes­ministeriums für Verkehr (BMV), wirkt dabei mit, sie nachhaltig und leistungs­fähig zu gestalten. Als das wissen­schaftliche Institut des Bundes für Forschung, Begutachtung und Beratung auf den Gebieten Hydrologie, Gewässernutzung, Gewässerbeschaffenheit, Ökologie und Gewässerschutz be­rät sie das BMV, weitere Bundes­ministerien, die Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung (WSV) und Dritte. In der BfG arbeiten engagierte Menschen aus vielen Disziplinen in einem modern ausgestatteten Arbeits­umfeld.

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Die Bundes­anstalt für Gewässerkunde ist Teil eines 357.582 km² großen Karrierenetzwerks, bestehend aus über 40 Behörden mit rund 24.000 Beschäftigten. Mehr unter https://www.damit-alles-läuft.de

Die Bundesanstalt für Gewässerkunde sucht für das Referat U2 „Mikrobielle Ökologie“ für das Forschungsprojekt „Gekoppelte Modellierung von Hydrodynamik, Gewässergüte und Schwebstofftransport in der Nordsee für die Erstellung von Auswirkungsprognosen zur Baggergutverbringung“ (QualiSea) ab dem 01.04.2027 befristet für 4 Jahre, eine/einen

Naturwissenschaftlerin / Naturwissenschaftler (m/w/d)oder Ingenieurin / Ingenieur (Uni‑Diplom/Master) (m/w/d)
Fachrichtung Physik, Hydrologie, Biologie, Geoökologie, Umweltwissenschaften, Umweltingenieurwesen, Ozeanographie, Meereskunde oder vergleichbar

Der Dienstort ist Hamburg oder Koblenz.

Referenzcode der Ausschreibung 20261922_9319

Die Unterhaltung der Seehafenzufahrten an der deutschen Nordseeküste geht mit der Einbringung großer Mengen an gebaggerten Sedimenten in küstennahe Gewässer einher. Die Prognose von Verdriftung und Sedimentation des eingebrachten Materials mithilfe numerischer Modelle spielt eine zentrale Rolle in der Abschätzung und Bewer­tung der Effekte der Baggergutverbringung auf das Ökosystem. Transport- und Sinkverhalten des eingebrachten Materials werden dabei durch die Interaktion mit organischen und mineralischen Schwebstoffpartikeln des Umgebungswassers beeinflusst.
Im Rahmen von QualiSea soll daher ein gekoppeltes hydrodynamisch-biogeochemisches Modell mit Berück­sichtigung der Interaktion von mineralischem und organischem Schwebstoff für die Deutsche Bucht entwickelt werden, mit dem Ziel, die Prognosekapazitäten für die Baggergut­verbringung zu verbessern. Das Projekt findet in enger Zusammen­arbeit mit der Bundes­anstalt für Wasserbau und dem Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie statt.

Dafür brauchen wir Sie:

  • Kalibrierung und Validierung eines mehrdimensionalen gekoppelten hydrodynamisch-biogeochemischen Modellsystems (UnTRIM²-FABM-ERGOM) für die Deutsche Bucht
  • Technisch-inhaltliche Weiter­entwicklung des Modellsystems hinsichtlich der Interaktion von organischem und mineralischem Schwebstoff und deren Einfluss auf den Schwebstoff­transport
  • Vorbereitung und Durch­führung von Modellsimulationen inkl. Sensitivitäts- und Szenario­analysen
  • Visualisierung und Auswertung der Simulationsergebnisse
  • Literatur­recherche sowie Zusammen­stellung und fachliche Aufbereitung von Messdaten (Recherche, Harmonisierung und Analyse)
  • Präsentationen auf nationalen und internationalen Fachtagungen
  • Bericht­erstellung, Dokumentation und Publikation der Arbeiten

Ihr Profil:

Das sollten Sie unbedingt mitbringen:

  • Abgeschlossenes Hochschul­studium (Uni-Diplom/Master) der Physik, Hydrologie, Ozeano­graphie, Meereskunde, Biologie, Geoökologie, Umwelt­wissen­schaften, Umwelt­ingenieur­wesen (jeweils Schwerpunkt Hydrobiologie/Gewässerökologie oder Modellierung) bzw. vergleichbare Qualifikation

Das zeichnet Sie aus:

  • Sehr gute Kenntnisse in der Biogeochemie/Gewässergüte oder Schwebstoffdynamik von Küsten- oder Tidegewässern
  • Vertiefte Kenntnisse in mindestens einem der folgenden Fachgebiete: Produktions- und Abbauprozesse biogener organischer Partikel, Interaktion von organischen und anorganischen Schwebstoffen
  • Sehr gute Kenntnisse in der Anwendung numerischer Modelle von Gewässern sowie gute Kenntnisse in der Modellentwicklung
  • Vertiefte Kenntnisse in einer Skriptsprache (z. B. R, Python) sowie gute Kenntnisse einer höheren Programmier­sprache (z. B. Fortran, C)
  • Gute Kenntnisse in der Verarbeitung großer Datensätze und den in der Modellierung gebräuchlichen Daten­formaten (z. B. NetCDF, GRIB)
  • Analytisches Denken und schnelles Einarbeiten in komplexe Sachzusammen­hänge, Fähigkeit zur anwendungs­orientierten Umsetzung theoretischer Kenntnisse
  • Fähigkeit zur zielgruppen­orientierten Dokumentation und Präsentation der Arbeits­ergebnisse
  • Spaß an der Arbeit in einem inter­disziplinären Team
  • Sehr gute Englisch­kenntnisse
  • Grundkenntnisse der deutschen Sprache
  • Bereitschaft zur Durch­führung von mehrtägigen Dienst­reisen

Das bieten wir Ihnen:

Die Vergütung erfolgt nach TVöD Entgelt­gruppe E 13. Darüber hinaus bieten wir Ihnen zusätzliche Leistungen nach dem TVöD-Bund. Sie erhalten eine Einarbeitung durch ein fachlich versiertes Team sowie durch eine bedarfs­orientierte Fort- und Weiterbildung.

Besondere Hinweise

Sie können sich auf ein bestens ausgestattetes Arbeits­umfeld mit einem innovativen Team ebenso freuen wie auf interessante berufliche Heraus­forderungen. Die tarifvertragliche wöchentliche Arbeits­zeit beträgt derzeit 39 Stunden.

Wir bieten unseren Beschäftigten individuelle Arbeits­zeitabsprachen sowie Teil- und Gleitzeit, um die Verein­barkeit von Berufs- und Familieninteressen zu berücksichtigen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen besteht die Möglichkeit des flexiblen örtlichen Arbeitens auf Grundlage einer Dienstvereinbarung. Bei Betreuungsengpässen steht ein Eltern-Kind-Arbeitszimmer zur Verfügung. Wir fördern aktiv die Gesundheit der Beschäftigten durch das Angebot von Gesundheits­maßnahmen. Die Aus-, Fort- und Weiterbildung erfolgt angepasst an den individuell festgestellten Bedarf. Der Dienstposten ist grundsätzlich zur Besetzung mit Teilzeit­beschäftigten geeignet.

Bewerbungen von Frauen sind ausdrücklich erwünscht. Bei gleicher Qualifikation werden Frauen nach Maßgabe des § 8 BGleiG bevorzugt berücksichtigt.

Schwerbehinderte Menschen werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt eingestellt. Es wird nur ein Mindestmaß an körperlicher Eignung verlangt.

Wir begrüßen die Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten.

Sofern Sie einen ausländischen Bildungs­abschluss erlangt haben, fügen Sie bitte Ihren Bewerbungs­unterlagen einen Nachweis über die Anerkennung des Abschlusses durch die Zentral­stelle für ausländisches Bildungs­wesen (ZAB) der Kultus­minister­konferenz bei.

Die Auswahl erfolgt durch eine Kommission.

Fühlen Sie sich angesprochen?

Dann bewerben Sie sich bitte bis zum 02.12.2026 über das Elektronische Bewerbungs­verfahren (EBV) auf der Einstiegs­seite:
https://www.bav.bund.de/Einstieg-EBV

Wählen Sie dort bitte ausschließlich den Punkt „Bewerbung mittels Referenzcode“ aus und geben Sie bitte im Verlauf Ihrer Bewerbung den Referenzcode 20261922_9319 ein. Die Benutzerdokumentation finden Sie über den o. g. Link.

Bitte laden Sie im weiteren Verlauf Ihre vollständigen Bewerbungs­unterlagen (Motivations­schreiben, Lebens­lauf, Uni‑Dipl.‑/​​Masterzeugnis und ‑urkunde, Arbeitszeug­nisse sowie Schulabschluss­zeugnis) als Anlage in Ihr Kandidaten­profil hoch.

Zusätzlich pflegen Sie bitte in Ihrem Kandidaten­profil unter „Ausbil­dung/​​​Abschlüsse“ Ihren entsprechenden Studien­abschluss und unter „Berufs­erfahrungen“ Ihre Arbeitgeber der letzten 5 Jahre ein.

Für Fragen im Zusam­men­hang mit dem Elektronischen Bewerbungs­verfahren steht Ihnen die Bundes­anstalt für Verwaltungs­dienst­leistungen unter der Rufnummer 04941 602‑240 zur Verfügung.

Ansprechpersonen: