Referent*in (w/m/d) für Unternehmensverantwortung und NRO-Koordination Branchendialoge

Germanwatch e.V.

Beschreibung: 
32 h / Woche, Arbeitsort Berlin, Beginn zum nächstmöglichen Zeitpunkt

Für unsere Arbeit im Themenfeld Wirtschaft und Menschenrechte suchen wir zum nächstmöglichen Zeitpunkt, befristet bis Ende Dezember 2020, eine*n Referent*in (w/m/d) in Teilzeit (32 Wochenstunden). Arbeitsort ist Berlin. Hauptaufgabe ist die Koordination der NRO-Beteiligung an den Branchendialogen im Rahmen des Nationalen Aktionsplans Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) der Bundesregierung.

Worum geht es?
Seit vielen Jahren setzt sich Germanwatch dafür ein, dass Unternehmen bei ihrer weltweiten Geschäftstätigkeit die Menschenrechte achten sowie Arbeits- und Umweltstandards einhalten. Die UN-Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte sind dafür ein wichtiger Referenzrahmen. Mit dem Nationalen Aktionsplan Wirtschaft und Menschenrechte (NAP) hat die Bundesregierung die Grundlage für die Umsetzung der UN-Leitprinzipien für Deutschland geschaffen. Die Bundesregierung erwartet von Unternehmen, dass sie in Bezug auf die Achtung der Menschenrechte im Sinne der UN-Leitprinzipien angemessene Sorgfaltsverfahren einführen und anwenden, um nachteilige menschenrechtliche Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeit zu verhüten und zu mildern. Um die Achtung der Menschenrechte in den globalen Liefer- und Wertschöpfungsketten sicherzustellen, setzt der NAP unter anderem auf Branchendialoge. Diese Branchendialoge sollen in ausgewählten Risikobranchen mit Hilfe entsprechender Multi-Stakeholder-Foren Handlungsanleitungen und Best-Practice Beispiele erarbeiten.

Verschiedene Nichtregierungsorganisationen (NRO) arbeiten seit vielen Jahren zu einzelnen Unternehmen, zu gesamten Branchen und/oder zu einzelnen Produkten. Dabei haben sie wertvolle Erfahrungen bezüglich der Umsetzung von Menschenrechts- und Sozialstandards gesammelt, insbesondere durch die Zusammenarbeit mit Partnerorganisationen aus dem globalen Süden. NRO haben aber nur begrenzte Kapazitäten, um ihre Erfahrung und Expertise aktiv in die geplanten NAP-Branchendialoge der Bundesregierung einzubringen. In diesem Zusammenhang soll die NRO-Koordinierungsstelle einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, dass NRO ihre Expertise zu Herausforderungen und Erfolgsfaktoren von Dialogprozessen, ihr Wissen über branchen- und länderspezifische menschenrechtliche Problemlagen und über die Wirksamkeit von Lösungsansätzen bestmöglich einbringen können.

Wir bieten eine in Anlehnung an den öffentlichen Dienst (Entgeltgruppe 11) vergütete und bis Ende Dezember 2020 befristete Anstellung in Teilzeit (32 Stunden pro Woche). Sie erwartet die Möglichkeit, zusammen mit einem engagierten, sympathischen Team auf wichtige gesellschaftliche Debatten und Prozesse wirksamen Einfluss zu nehmen und einen direkten Beitrag zu einer konkreten Maßnahme für eine verbesserte Achtung von Menschenrechten durch deutsche Unternehmen zu leisten.
Anforderungen: 
Zu Ihren Hauptaufgaben gehören:
  • Vernetzung und Koordination von NRO im Rahmen der Branchendialoge, die im Kontext der NAP-Umsetzung eingerichtet werden sollen
  • Wissen und Erfahrungen der NRO zu einzelnen Branchen und zu branchenübergreifenden Herausforderungen und wirksamen Lösungsansätzen bündeln und aufbereiten
  • NRO beim Einbringen ihrer Positionen in Branchendialoge unterstützen
  • Input von Partnerorganisationen aus dem globalen Süden einerseits zu menschenrechtlichen Herausforderungen von Branchen und andererseits zu möglichen wirksamen Lösungsansätzen koordinieren und unterstützen
  • Lern- und Erfahrungsaustausch zu den NAP-Branchendialogen unter den NRO gewährleisten
  • Hintergrundpapiere und Studien zu Lösungsansätzen für einzelne Branchen in Absprache mit der Geschäftsführung und der Projektleiterin beauftragen und für die Veröffentlichung aufbereiten
  • Monitoring und Evaluierung der Aktivitäten sowie Berichterstattung gegenüber Drittmittelgeber

Sie bringen Kenntnisse, Fähigkeiten und Erfahrungen in den folgenden Bereichen mit:
  • abgeschlossenes Studium der Politik-, Sozial- oder Wirtschaftswissenschaften oder vergleichbare Fachrichtung, alternativ gleichwertige Berufserfahrung
  • nachgewiesene Fachkenntnisse in den Themenbereichen Unternehmensverantwortung sowie Wirtschaft und Menschenrechte
  • relevante Erfahrungen (aus Beruf sowie ggf. Praktika oder Ehrenamt) in der Arbeit von und mit Nichtregierungsorganisationen sowie von und mit Unternehmen.
  • Erfahrungen mit Multi-Akteurs-Verhandlungen und Fähigkeit, unterschiedliche Perspektiven einzunehmen und zu beleuchten
  • Fähigkeit zur zielgruppengerechten sowie diplomatischen Kommunikation
  • stilsichere Deutschkenntnisse auf muttersprachlichem Niveau, sehr gute Englischkenntnisse
  • Beherrschen der MS Office-Anwendungen

Ihre Bewerbung schicken Sie uns bitte bis zum 05.06.2019 zusammen mit dem ausgefüllten Bewerbungsfrage­bogen, den Sie unter https://germanwatch.org/de/16492 abrufen können (Kontakt bei technischen Problemen: Ulrike Koll, koll@germanwatch.org). Der Bewerbungsbogen ist das zentrale Dokument und unverzichtbarer Teil Ihrer Bewerbung. Er enthält weitere wichtige Hinweise zum Bewerbungsverfahren.

Die Bewerbungsgespräche werden voraussichtlich am 18.06.2019 in Berlin stattfinden.
Bewerbungsschluss: 
05.06.2019
Einsatzort: 
10963 Berlin
Deutschland
Anbieter: 
Germanwatch e.V.
Kaiserstr. 201
53113 Bonn
Deutschland
WWW: 
http://www.germanwatch.org
Ansprechpartner/in: 
Dr. Gerold Kier
E-Mail: 
bewerbung@germanwatch.org
Online-Bewerbung: 
https://germanwatch.org/de/16492
(Ursprünglich) veröffentlicht am: 
16.05.2019


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