PhD im Sonderforschungsbereich Mikroplastik, Bereich A) biologische Effekte

Universität Bayreuth

Beschreibung: 
Die Universität Bayreuth ist eine forschungsorientierte Universität mit international kompetitiven und interdisziplinär ausgerichteten Profilfeldern in Forschung und Lehre und bietet ab sofort für den neu eingerichteten interdisziplinären Sonderforschungsbereich (SFB) 1357 MIKROPLASTIK - Verständnis der Mechanismen und Prozesse der biologischen Effekte, des Transports und der Bildung: Von Modell- zu komplexen Systemen als Grundlage neuer Lösungsansätze, 22 PhD Stellen (befristet längstens bis 31.12.2022) im Forschungsfeld Mikroplastik zu A) biologische Effekte, B) Umweltverhalten und Migration, C) Degradation und neue Kunststoffe.

Kurze Zusammenfassung des SFBs

Die ubiquitäre Kontamination der Umwelt durch Mikroplastik (MP) und die damit verbundenen potenziellen Risiken für Ökosysteme und letztendlich die menschliche Gesundheit sind in letzter Zeit sehr stark in den Blickpunkt des öffentlichen und wissenschaftlichen Interesses gerückt. Jedoch fehlt bislang ein fundamentales Verständnis von den physikalischen, chemischen und biologischen Prozessen, denen MP in der Umwelt unterworfen ist. Das Ziel dieser SFB-Initiative ist es daher ein grundlegendes Verständnis jener Prozesse und Mechanismen zu erlangen, die in Abhängigkeit von den physikalischen und chemischen Eigenschaften der Kunststoffe (A) die biologischen Effekte von MP in limnischen und terrestrischen Ökosystemen bedingen, die (B) die Migration der MP-Partikel in und zwischen Umweltkompartimenten beeinflussen (C) die Bildung von MP ausgehend von makroskopischen Kunststoffen verursachen. Darauf aufbauend sollen neue umweltfreundliche Kunststoffe im Sinne einer nachhaltigen Polymerchemie entwickelt werden.

Im Folgenden finden Sie kurze Zusammenfassungen der zu besetzenden Stellen im Bereich A) biologische Effekte. Dienstort aller Stellen ist Bayreuth, sofern nicht anders angegeben.

PhD-A01a: Untersuchung möglicher Effekte von MP in Abhängigkeit von den physikalischen und chemischen Parametern anhand aquatischer Modellorganismen auf molekularer Ebene und Untersuchung der indirekten negativen Auswirkungen von MP über Veränderungen des Darmmikrobioms.

PhD-A01b: Im Projekt sollen Effekte von MP auf das Proteom des Modellorganismus Daphnia mit modernen massenspektrometrischen und bioinformatischen Verfahren untersucht werden (Dienstort: LMU München).

PhD-A02: Auswirkungen von MP-Partikeln auf das Mikrobiom bodenlebender terrestrischer Modellmakrofauna werden mit Hilfe von Metabolomik und Metatranskriptomik untersucht (Dienstort: LUH Hannover).

PhD-A03: Charakterisierung der Auswirkungen von MP auf Gewebeebene mit Hilfe bildgebender Verfahren. Dabei kommt eine Kombination von spektroskopischen und massenspektrometrischen Methoden (z. B. MS Imaging) zum Einsatz.

PhD-A04: Mit modernen Charakterisierungsmethoden (Schwerpunkt Rasterkraft-mikroskopie/Kraftspektroskopie) soll untersucht werden, wie sich Grenzflächenwechselwirkungen und mechanische Eigenschaften von MP-Partikeln bei Exposition in der Umwelt verändern und wie diese Veränderungen mit der Aufnahme und Internalisierung der Partikel durch Zellen korrelieren.

Bewerbungen mit folgenden Profil werden sind gewünscht:
  • Sie haben einen sehr guten Masterabschluss in den Fächern Biologie, Chemie, Physik, Materialwissenschaften oder Umweltwissenschaft, gegebenenfalls mit Bezug zur Mikroplastikforschung. Der Masterabschluss sollte die Anforderungen der Stelle erfüllen auf die Sie sich bewerben.
  • Sie haben Freude daran selbstständig und strukturiert zu arbeiten und zusammen mit einem interdisziplinären Team an einer hochaktuellen und gesellschaftlich relevanten Thematik mitzuwirken.
  • Sie zeigen ein überdurchschnittliches Maß an Engagement, hohe Flexibilität, Belastbarkeit und Teamorientierung und verfügen über exzellente Kommunikationsfähigkeiten.
  • Sie verfügen über sehr gute Englischkenntnisse (in Wort und Schrift).
Bei Vorliegen der persönlichen und tariflichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung in der Entgeltgruppe E 13 TV-L (65 - 100% abhängig von der jeweiligen Stelle). Die Einstellung erfolgt befristetlängstens bis zum 31.12.2022 (Ende Projektlaufzeit). Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt eingestellt. Die Universität strebt eine Erhöhung des Anteils der Frauen am Personal an und bittet deshalb Frauen nachdrücklich um ihre Bewerbung.

Bitte senden Sie Ihre Bewerbungsunterlagen (CV; Motivationsschreiben unter Angabe der Doktorandenstelle, auf die Sie sich bewerben; Zeugnisse etc.) ausschließlich per E-Mail in Form einer einzigen PDF-Datei (max. 30 MB) an microplastic@uni-bayreuth.de. Bewerbungsschluss ist der 15. März 2019.
Bewerbungsschluss: 
31.03.2019
Anbieter: 
Universität Bayreuth
Universitätsstraße 30
95447 Bayreuth
Deutschland
WWW: 
http://www.uni-bayreuth.de
E-Mail: 
microplastic@uni-bayreuth.de
(Ursprünglich) veröffentlicht am: 
22.02.2019


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