Stellenangebote in der Forstwirtschaft – ein systemrelevanter Job für das Ökosystem Wald
Deutschland ist das waldreichste Land in Mitteleuropa und Wälder eine der wichtigsten Klimastabilisatoren für ein intaktes Ökosystem.
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Umso wichtiger ist es, dass die grünen Lungen unserer Erde geschützt und verantwortungsvoll bewirtschaftet werden. Diese Aufgaben übernimmt bei uns in den meisten Fällen die Forstwirtschaft. Grundsätzlich kümmern sich Förster:innen und Privatbesitzer:innen um das Pflanzen und Pflegen von Bäumen, die Überwachung des Waldes auf Schädlinge und Krankheiten sowie die Bewirtschaftung von Holzressourcen. Im Zuge der Klima- und Biodiversitätskrise steht die Forstwissenschaft dabei vor großen Herausforderungen. Die Wälder in Deutschland sind stark angeschlagen, so ist nur noch jeder fünfte Baum gesund und ganze Waldbestände beginnen, geschwächt durch Hitze, intensive Forstwirtschaft und Schadstoffemissionen einzubrechen. Ein schnelles und umfassendes Umdenken und Eingreifen ist entscheidend, um diese negative Entwicklung noch aufzuhalten. Mit einer adäquaten rechtlichen und politischen Unterstützung können Forstwirt:innen und Jäger:innen hierbei einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft leisten.
Landschaftspflegeverband Spandau e.V. | 14089 Berlin
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis | 69151 Neckargemünd
Bewerbungsfrist: 05.08.2026
Deutscher Verband für Landschaftspflege e.V. (DVL) | 23795 Bad Segeberg
Bewerbungsfrist: 17.08.2026
Deutsche Forstberatung | 59757 Arnsberg
raum + zeit - Landschaftsarchitektur Stadtplanung | 84034 Landshut
NABU Landesverband Sachsen-Anhalt e.V. | 06536 Roßla (Südharz)
Bewerbungsfrist: 26.07.2026
Öko-Log Freilandforschung | 16247 Parlow
Bewerbungsfrist: 31.08.2026
Regionalverband Ruhr | 45479 Mülheim
Bewerbungsfrist: 16.08.2026
Zukunft-Umwelt-Gesellschaft (ZUG) gGmbH | 03038 Cottbus
Bewerbungsfrist: 26.07.2026
Landesbetrieb Forst Brandenburg (LFB) | 16225 Eberswalde
Bewerbungsfrist: 04.09.2026
Landratsamt Freising | 85406, 85356 Zolling-Oberzolling / Freising
Bewerbungsfrist: 26.07.2026
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. | 15374 Müncheberg
Bewerbungsfrist: 21.07.2026
Stadt Landsberg am Lech | 86899 Landsberg am Lech
Bewerbungsfrist: 07.08.2026
Alternativer Wolf- und Bärenpark Schwarzwald | 77776 Bad Rippoldsau-Schapbach
Bewerbungsfrist: 24.12.2026
GefaÖ - Gesellschaft für angewandte Ökologie und Umweltplanung mbH | 69168 Wiesloch
Nationalparkverwaltung Berchtesgaden | 83471 Berchtesgaden
Bewerbungsfrist: 02.08.2026
Landkreis Cuxhaven | 27474 Cuxhaven
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Biologische Station Zwillbrock e.V. | 48691 Vreden
Bewerbungsfrist: 08.08.2026
Wald und Holz NRW | 59821 Arnsberg
Bewerbungsfrist: 29.07.2026
Schutzstation Wattenmeer e.V. | 25813 Husum
Bewerbungsfrist: 17.07.2026
Wald und Holz NRW | 53783 Eitorf
Bewerbungsfrist: 29.07.2026
Landschaftspflegeverband Fränkische Schweiz e.V. | 91257 Pegnitz
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | 30163 Hannover
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Regionalverband Ruhr | 46514 Schermbeck
Bewerbungsfrist: 02.08.2026
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. | 15374 Müncheberg
Bewerbungsfrist: 09.08.2026
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. | 15374 Müncheberg
Bewerbungsfrist: 09.08.2026
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. | 15374 Müncheberg
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Cteam Consulting & Anlagenbau GmbH | Ummendorf, Siegburg, Leiferde, Borken, Leipzig, Verden, Kamen
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | 55774 Baumholder
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Heinz Sielmann Stiftung | 14641 Wustermark
Bewerbungsfrist: 26.07.2026
Heinz Sielmann Stiftung | 14641 Wustermark
Bewerbungsfrist: 26.07.2026
Bund für Umwelt und Naturschutz Schleswig-Holstein e.V. | 24768 Rendsburg
Bewerbungsfrist: 23.07.2026
Bundesforst der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | 53119 Bonn
Bewerbungsfrist: 27.07.2026
Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft | 94099 Ruhstorf an der Rott
Bewerbungsfrist: 20.07.2026
studio grüngrau GmbH | 22081 Hamburg
Myotis - Büro für Landschaftsökologie | 06112 Halle (Saale)
Bewerbungsfrist: 15.08.2026
Myotis - Büro für Landschaftsökologie | 01097 Dresden
Bewerbungsfrist: 15.08.2026
Myotis - Büro für Landschaftsökologie | 06112 Halle (Saale)
Bewerbungsfrist: 15.08.2026
Planungsgemeinschaft LaReG | Braunschweig, Hamburg, Leer
Gesellschaft für angewandte Ökologie und Umweltplanung mbH (GefaÖ) | 04347 Leipzig
Bundesanstalt für Immobilienaufgaben | 36280 Oberaula
Bewerbungsfrist: 23.07.2026
Kirchner Ingenieure | 38118 Braunschweig
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Wasser-, Boden- u. Landschaftspflegeverband Hessen (WBL Hessen) | 64347 Griesheim
Wald und Holz NRW | 48147 Münster
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Wald und Holz NRW | 33014 Bad Driburg - Neuenheerse
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Naturschutzakademie Hessen - Zentrum für Artenvielfalt (ZfA) | 35578 Wetzlar
Bewerbungsfrist: 24.07.2026
Stadt Ditzingen | 71254 Ditzingen
Bewerbungsfrist: 31.12.2026
NABU NRW | 40215 Düsseldorf
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Solar Green Service GmbH Co. KG | 96450 Coburg
Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg | 76185 Karlsruhe
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung (ZALF) e.V. | 15374 Müncheberg
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Froelich & Sporbeck GmbH & Co. KG | 44789, 14482, 86152 Bochum, Potsdam, Augsburg
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ingolstadt-Pfaffenhofen a.d.Ilm | 85072 Eichstätt
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Büro Knoblich GmbH Landschaftsarchitekten | 15537 Erkner
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Nationalparkamt Kellerwald-Edersee | 34537 Bad Wildungen
Bewerbungsfrist: 19.07.2026
Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. | 07407 Uhlstädt-Kirchhasel
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Naturforschende Gesellschaft Altenburg e.V. | 07646 Renthendorf
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Verein CIPRA International - Internationale Alpenschutzkommission | 9494 Liechtenstein
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Kreis Herzogtum Lauenburg | 23909 Ratzeburg
Bewerbungsfrist: 20.07.2026
Hochschule Weihenstephan-Triesdorf | 85354 Freising
Bewerbungsfrist: 16.07.2026
Zweckverband Hochwasserschutz Issel | 46499 Hamminkeln
Bewerbungsfrist: 17.07.2026
Landschaftspflegeverband Dachau e.V. | 85232 Bergkirchen-Eschenried
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Trüper Gondesen und Partner mbB TGP Landschaftsarchitekten BDLA | 23552 Lübeck
Myotis - Büro für Landschaftsökologie | 06112 Halle (Saale)
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Bingenheimer Saatgut AG | 61209 Echzell
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Reiner Lemoine Institut gGmbH | 12489 Berlin
Ökologische Freiwilligendienste Koppelsberg in der Nordkirche | 24103 Kiel
Internationalpark Unteres Odertal GmbH | 16303 Schwedt
emc – Gesellschaft zur Erfassung und Bewertung von Umweltdaten mbH | 99086 Erfurt
Bewerbungsfrist: 20.07.2026
Michael Succow Stiftung | 17489 Greifswald
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Waldhaus Blankenfelde | 15827 Blankenfelde-Mahlow
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
geoSYS GmbH / gis-trainer.com | 12053 Berlin / remote
Bewerbungsfrist: 30.09.2026
geoSYS GmbH / gis-trainer.com | 12053 Berlin / remote
Bewerbungsfrist: 30.09.2026
NAJU - Landesverband Baden-Württemberg e.V. | 70178 Stuttgart
Heinz Sielmann Stiftung | 88662 Überlingen
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Heinz Sielmann Stiftung | 37115 Duderstadt
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
Heinz Sielmann Stiftung | 15926 Luckau
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Heinz Sielmann Stiftung | 14641 Wustermark
Bewerbungsfrist: 15.07.2026
Auerhuhn im Schwarzwald e.V. | 79100 Freiburg
Bewerbungsfrist: 31.07.2026
GIS-Akademie GmbH | 44135 Dortmund
Bewerbungsfrist: 03.08.2026
Deutschland ist das waldreichste Land in Mitteleuropa und Wälder eine der wichtigsten Klimastabilisatoren für ein intaktes Ökosystem.
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Umso wichtiger ist es, dass die grünen Lungen unserer Erde geschützt und verantwortungsvoll bewirtschaftet werden. Diese Aufgaben übernimmt bei uns in den meisten Fällen die Forstwirtschaft. Grundsätzlich kümmern sich Förster:innen und Privatbesitzer:innen um das Pflanzen und Pflegen von Bäumen, die Überwachung des Waldes auf Schädlinge und Krankheiten sowie die Bewirtschaftung von Holzressourcen. Im Zuge der Klima- und Biodiversitätskrise steht die Forstwissenschaft dabei vor großen Herausforderungen. Die Wälder in Deutschland sind stark angeschlagen, so ist nur noch jeder fünfte Baum gesund und ganze Waldbestände beginnen, geschwächt durch Hitze, intensive Forstwirtschaft und Schadstoffemissionen einzubrechen. Ein schnelles und umfassendes Umdenken und Eingreifen ist entscheidend, um diese negative Entwicklung noch aufzuhalten. Mit einer adäquaten rechtlichen und politischen Unterstützung können Forstwirt:innen und Jäger:innen hierbei einen großen Beitrag zu einer nachhaltigen Forstwirtschaft leisten.
In Deutschland finden wir tatsächlich eine durchaus diversifizierte Besitzstruktur der Waldflächen vor. Rund die Hälfte des Waldes befindet sich in Privatbesitz, knapp ein Drittel im Eigentum der Länder, 19% werden von Körperschaften verwaltet und 4% gehören dem Bund. Dies macht einen nachhaltigen und schonenden Umgang mit den Waldbeständen allerdings nicht einfacher, da unterschiedliche Parteien darüber entscheiden wie die Waldflächen genutzt werden. Gleichzeitig ergeben sich aber auch eine Vielzahl von unterschiedlichen spannenden Aufgabenfeldern in der Forstwirtschaft. So können Sie u.a. in Fachverbänden als wissenschaftliche Expert:in arbeiten; für Städte oder Gemeinden Forstflächen schützen, pflegen und bearbeiten; in zivilgesellschaftlichen Organisationen Umweltbildungsprojekte leiten; in Vereinen Naturschutzgebiete verwalten und an Landschaftsentwicklungsprojekten mitwirken; oder als wissenschaftliche Mitarbeitende an einer Hochschule für Forstwirtschaft oder in Landesforstanstalten akademische und praktische Tätigkeiten miteinander verknüpfen. Die Vielfalt an Stellenangeboten in der Forstwirtschaft ist also groß und potentielle Bewerber:innen werden dringend gesucht. Wie aber qualifizieren Sie sich für einen Beruf in der Natur?
Ausbildung vs. Studium in der Forstwirtschaft
Wer in der Forstwirtschaft arbeiten möchte, dem bieten sich verschiedene Möglichkeiten. Eine davon ist ein Studium an einer Fachhochschule oder Universität im Bereich Forstwissenschaften. Es gibt aber auch praxisorientierte Ausbildungen, die bei Forstverwaltungen oder Forstbetrieben angeboten werden.
- Ausbildung: Die meisten Forstwirt:innen in Deutschland haben eine Ausbildung im Forstbereich absolviert. Die Ausbildung kann sowohl in einer öffentlichen Forstverwaltung als auch in einem privaten Forstunternehmen absolviert werden. Die Dauer der Ausbildung beträgt in der Regel zwei bis drei Jahre und umfasst sowohl praktische als auch theoretische Kenntnisse im Bereich Forstwirtschaft.
- Studium: Eine weitere Möglichkeit, Forstwirt:in zu werden, ist ein Studium im Bereich Forstwissenschaften oder Forsttechnik. Diese Studiengänge sind an verschiedenen Hochschulen in Deutschland verfügbar und dauern in der Regel drei bis fünf Jahre. Inhaltlich setzt man sich hier mit ökologischen Zusammenhängen aber auch technischen, mathematischen, politischen und betriebswirtschaftlichen Inhalten auseinander. So setzen sie sich in Seminaren mit Forst- und Geobotanik, Boden- und Klimakunde, Holzmesskunde und der Zoologie des Waldes auseinander. In den allermeisten Studiengängen sind zudem mehrwöchige Praxisanteile vorgesehen.
- Praktika: Eine dritte Möglichkeit, um Forstwirt:in zu werden, besteht darin, mehrere Praktika in der Forstbranche zu absolvieren. Durch diese praktische Erfahrung kann man wichtige Kontakte knüpfen und eine konsekutive Anstellung in der Forstwirtschaft finden.
Welche der genannten Möglichkeiten die Beste ist, hängt von den individuellen Interessen und Fähigkeiten des Einzelnen ab. Einige Forstwirt:innen bevorzugen ein Studium, um Forschung zu betreiben oder ein breiteres theoretisches Wissen über forstwissenschaftliche Themen zu erlangen. Wenn Sie jedoch von Beginn an praktische Erfahrungen sammeln möchten und gerne mehr Zeit in der Natur als im Hörsaal verbringen, ist vielleicht eine Ausbildung besser geeignet. Auch eine Ausbildung umfasst dabei sowohl praktische als auch theoretische Inhalte.
Im Folgenden finden Sie einige der wichtigsten Bereiche, die in einer forstwirtschaftlichen Ausbildung behandelt werden:
- Forstwissenschaften: Die Teilnehmenden lernen die grundlegenden Konzepte der Forstwissenschaften, einschließlich der Ökologie, der Waldbauwissenschaften und der Forstwirtschaft.
- Praktische Forstarbeit: Die Teilnehmenden erlernen praktische Fähigkeiten im Wald, einschließlich der Durchführung von Baum- und Waldinventur, der Pflanzung und Pflege von Bäumen und der Durchführung von Forstwirtschaftsmaßnahmen wie den Holzeinschlag.
- Forsttechnik: Die Teilnehmenden lernen die Anwendung von forsttechnischen Geräten und Maschinen kennen, einschließlich Motorsägen, Seilwinden und Harvestern.
- Rechtliche Aspekte: Die Teilnehmenden erfahren mehr über die rechtlichen Aspekte der Forstwirtschaft, einschließlich Waldgesetzgebung, Umweltschutzbestimmungen und Forstbewirtschaftungsverträge.
- Kommunikation und Teamarbeit: Die Teilnehmenden lernen, wie man erfolgreich mit anderen Personen im Wald arbeitet und wie man mit Waldbesitzer:innen und anderen Stakeholdern kommuniziert. Hier kann es auch durchaus Schnittstellen zu dem Thema Umweltbildung geben z.B. wenn Sie als Fachkraft in Waldinstituten arbeiten möchten.
Dies sind nur einige der Inhalte, die in einer forstwirtschaftlichen Ausbildung behandelt werden. Die spezifischen Inhalte können je nach Ausbildungsbetrieb und -programm variieren. Es ist wichtig, dass man sich vor der Aufnahme einer Ausbildung genau über die Inhalte informiert, um sicherzustellen, dass sie den eigenen Interessen und Zielen entsprechen.
Aufgaben in der Forstwirtschaft
Die Forstwirtschaft in Deutschland beschäftigt sich mit einer Vielzahl von Aufgaben, die für die Bewirtschaftung und den Schutz von Wäldern notwendig sind. So kann man als Forstwissenschaftler:in, Baumpfleger:in, Ranger:in oder Forstwirt:in einen Arbeitsplatz im Grünen finden. Hier sind einige der wichtigsten Aufgaben mit denen man sich in einer Anstellung als Forstwirt:in auseinandersetzt:
- Waldbewirtschaftung: Hier geht es um das Pflanzen und Ernten von Bäumen, um den Waldbestand zu erhalten und Holzprodukte zu gewinnen.
- Waldschutz: Die Forstwirtschaft arbeitet daran, die Wälder vor Schädlingen und Krankheiten zu schützen und den natürlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen zu erhalten. Besondere Herausforderung ist hier die Klimakrise, die einen Umbau des Waldbestandes auch in Deutschland erfordert.
- Erhaltung von Natur und Landschaft: Die Forstwirtschaft trägt dazu bei, dass der Wald als wichtiger Teil der Landschaft erhalten bleibt und natürliche Prozesse unterstützt werden.
- Klimaschutz: Durch den Anbau von Bäumen und den Erhalt von Wäldern trägt die Forstwirtschaft zur Reduzierung von Treibhausgasemissionen bei und leistet auch darüber hinaus wichtige Beiträge zum Klimaschutz.
- Freizeitangebote: Die Forstwirtschaft sorgt auch dafür, dass Wälder als Erholungsgebiete und für Outdoor-Aktivitäten wie Wandern und Radfahren zur Verfügung stehen.
- Umweltbildung: Als Referent:innen können Angestellte in der Forstwirtschaft Multiplikator:innen für das Wissen um die Funktionen des Waldes und der Wildökologie sein.
Sonderrolle Berufsjäger:innen
Eine gesonderte Rolle bei der Pflege der Wälder nehmen Jäger:innen ein. Knapp 400.000 Personen mit einem gültigen Jagdschein kümmerten sich im Jahr 2020 um den Landschaftsschutz und den Erhalt und die die Pflege von Tierbeständen. So sind Jäger:innen dafür verantwortlich Schutzflächen für Tierarten in Wäldern zu gestalten und Artenschutzprogramme praktisch umzusetzen. Sie erlegen nicht nur Tiere sondern sind auch für die Artenvielfalt und den Erhalt heimischer Tierbestände zuständig. Darüber hinaus wirken sie wissenschaftlich an der Erhebung von umweltrelevanten Daten wie Tierbestandszählungen, Erfassung von Umweltfaktoren, Auswertung von Klimadaten und weiteren Aufgaben mit.
Für die Ausbildung zur Jäger:in sind in Deutschland die Landesjagdverbände und Jagdschulen zuständig. In der staatlich anerkannten dreijährigen Ausbildung beschäftigen Sie sich mit Themen wie Jagdrecht, Wildbiologie und Waffensicherheit und schließen diese mit einer praktischen wie theoretischen Prüfung ab. Der einfachste Weg nach der Ausbildung als Jäger:in tätig zu werden, ist sich um einen Begehungsschein zu bemühen. Dieser berechtigt Sie die Jagd auf einem entsprechenden Gebiet auszuüben. Einen Begehungsschein können Personen ausstellen, denen eine Waldfläche gehört oder diese gepachtet haben. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich bei den Ländern oder auch dem Bund einen Jagderlaubnisschein für einen sogenannten Pirschbezirk ausstellen zu lassen. Diese entgeltliche Erlaubnis ist generell auf ein Jahr begrenzt, kann jedoch auch verlängert werden.
Zu den Aufgaben als Jäger:in gehören:
- Wildmanagement: Jäger:innen spielen eine wichtige Rolle bei der Überwachung und Regulierung der Wildpopulationen, um ein gesundes Ökosystem zu erhalten. Sie sorgen dafür, dass die Populationen auf einem gesunden Niveau gehalten werden, indem sie „überschüssige“ Tiere jagen und dafür sorgen, dass keine Schäden an landwirtschaftlichen Flächen oder Waldgebieten verursacht werden.
- Naturschutz: Jäger:innen tragen zum Schutz von Landschaft, Wild und Natur bei. Sie arbeiten daran, den Lebensraum für Wildtiere zu erhalten und zu verbessern, indem sie junge Bäume schützen und artenreiche Wälder schaffen.
- Überwachung von Krankheiten: Jäger:innen sind auch wichtig bei der Überwachung von Krankheiten, die Wildtiere betreffen können. Sie prüfen die Gesundheit der Tiere und arbeiten eng mit Veterinären zusammen, um sicherzustellen, dass Krankheiten effektiv bekämpft werden.
- Bildung und Öffentlichkeitsarbeit: Jäger:innen spielen auch eine wichtige Rolle bei der Bildung und Aufklärung der Öffentlichkeit über die Bedeutung von Jagd und Naturschutz. Sie bieten Führungen und Workshops an, um die Öffentlichkeit über ihre Arbeit und die Bedeutung von Jagd und Naturschutz zu informieren. So können Sie z.B. als Referent:in für Wildökologie oder Umweltschutz tätig werden.
Gehalt in der Forstwirtschaft
Das Gehalt in der Forstwirtschaft variiert je nach Ausbildung, Berufserfahrung, Arbeitgeber:in und Bundesland. Während eine Berufsanfängerin zwischen 2.400€ - 2.900€ verdient kann das Gehalt mit steigender Berufserfahrung und einem grundlegenden oder fortführenden Studium oder auch einem Meistertitel auf bis zu 4.000€ im Monat steigen. In Deutschland liegt das Durchschnittsgehalt von Förster:innen bei circa 34.000€.
Nachhaltige Forstwirtschaft und neue Jobs in der Forstwirtschaft
Aufgepasst, denn der Begriff der Nachhaltigkeit spielt nicht nur eine wichtige Rolle in der Bewirtschaftung von Wäldern sondern wurde sogar im Kontext der Forstwirtschaft entscheidend geprägt. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts war es Hans Carl von Carlowitz, ein sächsischer Oberberghauptmann, der den Begriff der „nachhaltenden“ Waldwirtschaft prägte und forderte, dass nur eine solche Fläche Wald geerntet wird wie auch nachwachsen kann. Heutzutage ist nachhaltige Forstwirtschaft allerdings komplexer und vielfältiger geworden und berücksichtigt unterschiedliche ökonomische, ökologische und soziale Faktoren.
Nachhaltige Forstwirtschaft beruht heute auf der Idee, dass Waldressourcen dauerhaft genutzt werden, um eine kontinuierliche Versorgung mit Holzprodukten und anderen Waldressourcen sowie den Erhalt der biologischen Vielfalt und der ökologischen Funktionsfähigkeit des Waldes zu gewährleisten. Die Forstwirtschaft steht hierbei vor großen Herausforderungen. Allerdings eröffnen sich mitunter auch spannende und sinnträchtige Aufgabenfelder und die Möglichkeit, aktiv an einem zukunftsfähigen Ökosystem und somit unserer Lebensgrundlage mitzuwirken. Konkrete Ziele welche im Zuge einer nachhaltigen Forstwirtschaft verfolgt werden umfassen
- das Verkehrsaufkommen in Wäldern zu verringern und somit der Verdichtung von Böden und Schadstoffbelastung von Pflanzen und Tieren entgegenzuwirken
- den Holzschlag und weitere Eingriffe im Forst zu verringern
- die Anpflanzung von heimischen Laubmischwäldern entgegen den in vielen Gebieten naturfernen Nadelbaumwäldern zu forcieren
- dem Bestand von Wildtieren so zu beeinflussen, dass Jungbäume die Chance bekommen wachsen zu können.
Darüber hinaus braucht es auch Flächen, die im Ganzen sich selber überlassen werden. Dadurch ist es möglich, dass sich wirkliche Naturwälder entwickeln können. Diese Wälder würden wiederum eine Reihe von spannenden Jobs für Forstwissenschaftler:innen bereithalten, da urwaldähnliche Gebiete wichtige Schutzmechanismen gegen Auswirkungen der Klimakrise aufweisen und somit hochrelevant für verschiedene Forschungsbereiche wären. Unter dem Titel "Wie eine Försterin den Wald retten will" hat die Tagesschau ein interessantes Portrait einer Förstwissenschaftlerin veröffentlicht, das auch gute Einblicke in den Arbeitsalltag von Förster:innen gibt.
Es lässt sich also sagen, dass die Forstwirtschaft ein vielfältiges, naturnahes und sinnstiftendes Arbeitsumfeld bieten kann.